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Fehlkäufe vermeiden

Personal Shopping München

Und was das mit DELULU zu tun hat

Delulu-Fehlkäufe“! Der Begriff kam mir in die Gedanken, als ich über einen passenden Titel für diesen Artikel sinniert habe. Es leitet sich vom englischen Wort „Delusional“ ab und beschreibt eine liebenswerte Realitätsverzerrung – also das Hineinsteigern in Wunschvorstellungen, die wenig mit der Realität zu tun haben, sondern vielmehr eine Sehnsucht darstellen.

In Bezug auf Kleidung wäre das, wenn du ein Kleidungsstück kaufst, weil du dir in dem Moment eine Version von dir selbst einredest, die mit der Realität nichts zu tun hat.

So ging es meiner Kundin Ursula, die sich ein mädchenhaftes, verspieltes Blumenkleid bestellt hat und sich dabei beim Schafehüten auf dem Land in 20 Jahren gesehen hat. Kleiner Realitätscheck: Ursula lebt in einer Stadt, ist Journalistin und Influencerin im Bereich nachhaltiger Lebensstil und hat weder Farm, noch Schafe….Das Kleid hatte sie natürlich nie an. Denn es passte in ihrem realem Leben weder zu ihrem Stiltyp, noch ihrem Alltag.

Genau so entstehen Fehlkäufe: weil wir Geld für Sehnsüchte ausgeben und wir uns gar nicht darüber bewusst sind, dass es Sehnsüchte sind. Oder, wie eine liebe Followerin auf Instagram sehr treffend eine Freundin zitierte: „ich habe eingekauft für ein Leben, das ich nie gelebt habe!“

Hier sind weitere Situationen, die genau diesen Ursprung haben*:

Die „Ich werde mich komplett verändern“-Illusion

  • Sehnsucht: „Mit diesem neonfarbenen Crop-Top werde ich plötzlich zur extrovertierten Partyqueen!“ (Realität: Du trägst es nie, weil du eher die Loungequeen bist.)
  • Sehnsucht: „Diese High Heels sind zwar unbequem, aber ich werde sie jeden Tag im Büro tragen!“ (Sie landen nach einem Tag mit blutigen Füßen im Schrank.)

Der „Das passt schon irgendwie“-Selbstbetrug

  • Die Hose ist eine Nummer zu klein? „Ich mache einfach ab morgen mehr Sport!“ (Drei Monate später: Die Hose hat noch das Preisetikett dran.)
  • Der Schnitt ist komisch? „Ich style es einfach anders!“ (Du stylst es nie, weil es einfach nicht zu dir passt.)

Die „Das ist ein Investment“-Lüge

  • „Der teure Designerblazer ist eine Investition in meine Karriere!“ (Du trägst ihn einmal zum Vorstellungsgespräch – und dann nie wieder.)
  • „Die Jeans ist zwar unbequem, aber sie sieht so gut aus!“ (Sie bleibt im Schrank, weil du dich darin nicht wohlfühlst.)

Der „Das ist total ich!“-Moment – der es nicht ist

  • Du kaufst etwas, weil es auf Instagram oder an der Verkäuferin super aussah – aber an dir wirkt es plötzlich fremd.
  • „Der Hut ist so einzigartig!“ (Du setzt ihn genau einmal auf – und fühlst dich wie verkleidet.)

Der „Ich brauche das für einen speziellen Anlass“-Mythos

-„Das Abendkleid kaufe ich für die nächste Hochzeit!“ (Die Hochzeit findet nie statt, oder du entscheidest dich doch für dein altes Lieblingskleid.)

An dieser Stelle möchte ich dir gerne eine Übung ans Herz legen:

Zeichne zwei Kuchendiagramme nebeneinander:

Diagramm 1 zeigt den prozentualen Anteil der verschiedenen Kleidungsbereiche in eurem Kleiderschrank – z. B. Anlasskleidung, Freizeitlooks, Büro-Outfits, Sportkleidung, Outdoorwear etc.

Diagramm 2 zeigt, wie viel Raum diese Anlässe tatsächlich in eurem Alltag einnehmen – also: Wie oft tragt ihr wirklich festliche Kleidung? Wie viel Zeit verbringt ihr in Sportmode, im Büro oder draußen?

Ziel: Erkenne das Verhältnis zwischen dem, was du besitzt, und dem, wie du tatsächlich lebst. Die Diskrepanz ist oft größer als gedacht – und genau da beginnt bewusster Stil.

Fehlkäufe vermeiden kann man lernen! So mache ich das regelmäßig mit meinen Kundinnen:

Zu Beginn definieren wir deinen individuellen Stiltyp – als Ausdruck deiner Persönlichkeit, deiner Körpermerkmale, der Wirkung, die du bewusst erzielen möchtest, sowie dem gewünschten Komfort. Ich arbeite gerne mit beschreibenden Wörtern. Am besten auf 3 Wörter reduziert, die alle immer passen. Die Essenz. Sie sind die Basis für jedes Outfit.

Übrigens: Wenn man das lange genug macht, hat man sowieso nur noch Teile im Schrank, die mit diesen Wörtern übereinstimmen.

Die Wörter können sich übrigens auch immer mal wieder ändern. So wie wir uns auch ändern. Stil ist eine Reise, nicht das Ziel. Sonst wäre es ja auch langweilig.

Was noch hilft: Styling Vorbilder. Bleiben wir bei meiner Kundin Ursula: ihre Inspiration ist Vivienne Westwood. Das heißt nicht, dass sie sich selbst genau exzentrisch und punkig kleiden will und soll, sondern dass sie Styling Elemente, die typisch für Westwood  (und ihre Mode) sind aufgreift: Karo, Mustermix, überhaupt alles mixen was vermeintlich nicht zusammenpasst, mit Silhouetten spielen, viel Taillengürtel etc. Und diese Elemente mit ihren Kleidern in Looks verwandelt.

Spätestens hier wird klar, warum das Blumenkleid von Anfang an eine Illusion war…

Wenn dann noch die Kuchendiagramm Übung gemacht wird und du  gleichzeitig deinen Schrank durchgehst und dir diese zwei Fragen stellst:

  • Kann ich mit dem gewünschte Kleidungsstück mindestens 3 Outfitkombinationen mit Kleidern, die ich schon im Schrank habe, stylen? (Die Antwort sollte „Ja“ sein)
  • Habe ich schon Kleidungsstücke, die genau denselben Zweck erfüllen? (Die Antwort sollte „Nein“ sein)

dann lass dich nicht beirren: du bist auf dem richtigen Weg!

Falls du eine Wegbegleiterin für deine Stilreise suchst, jemanden der dich empathisch und professionell berät und positiv bestärkt, dann vereinbare ein kostenloses Kennenlerngespräch.

*Transparenz: die genannten Beispiele wurden mit einen KI-Bot erstellt. Ursulas Geschichte ist eine wahre Begebenheit.

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